Ingo Zimmermann

 

Graffitis

 

Selbstportrait

Lack auf Holz o. J.  40 x 50 cm

Affiche Pochoir (Selbstportrait)

Lack auf Holz 1992  70 x 45 cm

Hemd

Lack auf Leinwand 2009  50 x 135 cm

Menschenmassenmenschen

Lack auf Leinwand 1993  90 x 45 cm

Mensch

Lack auf Leinwand 1993  126 x 90 cm

de Fries

Lack auf Leinwand 1993  190 x 85 cm

Plakatieren verboten

Lack auf Leinwand 1993  76 x 115 cm

Sprayer (Guido)

Lack auf Leinwand 1993  100 x 140 cm

Nehscher Dose Blume

Lack auf Hartfaser o.J.  70 x 110 cm

Künst(ler) [Guido & Marc]

Lack auf Leinwand 1993  60 x 65 cm

The Pizza Painters Atomic Graffiti

Lack auf Leinwand 1990  100 x 100 cm

DeMoqrate

Lack auf Karton 1990  70 x 100 cm

Blume mit ratlosem Betrachter

Lack auf Hartfaser 1992  90 x 90 cm

Pochoir / Classic Graffiti

Lack auf Hartfaser 1992  100 x 100 cm

698 Mark 10

Lack auf Leinwand 1990  90 x 90 cm

Blume allein

Lack auf Hartfaser o.J.  70 x 70 cm

Sprühling

Lack auf Leinwand 1992  60 x 110 cm

Sprühling (2 blaue Blumen)

Lack auf Hartfaser 1992  90 x 90 cm

Betrachter mit Blume

Lack auf Hartfaser o.J.  110 x 70 cm

Blume äützb

Lack auf Hartfaserplatte o. J.  50 x 90 cm

Blume (16. September 1992)

Lack auf Leinwand 1992  55 x 82 cm

Hommage an El Lissitzky

Lack auf Holz o. J.  50 x 50 cm

Hommage an EL Lissitzky

Lack auf Hartfaser o.J.  70 x 70 cm

Konstruktivist (Hommage an El Lissitzky)

Lack auf Hartfaser 1992  90 x 90 cm

Hommage an El Lissitzky

Lack auf Hartfaser 1993  120 x 120 cm

Mord im Schloß (und Leuchtturm)

Lack auf Hartfaser o. J.  120 x 120 cm

09 November 1990 (Mann mit Krawatte No 2)

Lack auf Dispersion auf Leinwand 1990  200 x 150 cm

Mann mit Crawatte (DM 698,10)

Lack auf Dispersion auf Leinwand 1990  150 x 150 cm

Alles Gute zum Geburtstag

Lack auf Leinwand 1993  70 x 90 cm

The ultimate Graffiti (DeMoqrate)

Lack auf Karton 1989  70 x 100 cm

Party

Lack auf Karton 1989  50 x 70 cm

Jede Erscheinungsform von unbunt muss ausgemerzt werden

Lack auf Holz o. J.  70 x 107 cm

Colour

Lack auf Holz 1993  40 x 63 cm

Visual Pollution

Lack auf Hartfaser 1992  100 x 150 cm

KRISE (Unsinn heute)

Lack auf Hartfaser o. J.
2 x 70 x 140 cm

Kunst verboten (Hommage an Kurt Schwitters)

Lack auf Leinwand 1992  2 x 80 x 110 cm

Cravatte = Kunst

Lack auf Leinwand 1993  70 x 100 cm

Rastermenschen / Menschenraster

Lack auf Leinwand 1993  80 x 120 cm

Desert Storm vs. Camel Trophy

Lack auf Leinwand 1991  150 x 100 cm

Berlin Wall

Lack auf Hartfaser 1989  150 x 100 cm

Dame avec parapluie

Lack auf Hartfaser 1992  100 x 150 cm

Stilleben mit Blume Orange und Espresso

Lack auf Leinwand 1991  100 x 100 cm

Stilleben mit Kaktus Wein und Zeitung

Lack auf Hartfaser 1992  150 x 100 cm

Jazz

Lack auf Leinwand 1990  100 x 120 cm

Love

Lack auf Leinwand 1990  100 x 120 cm

Krawatte

Lack auf Leinwand o. J.  100 x 100 cm

Krawatte

Lack auf Leinwand o.J.  100 x 100 cm

Pochoir typographique

Lack auf Hartfaser 1991  120 x 120 cm

unbunt M

Lack auf Leinwand o. J.  100 x 100 cm

3 Krawatten 1 Mann

Lack auf Leinwand o. J.  2 x 65 x 112 cm

The Pizza Painters Classic Graffiti

Lack auf Karton 1990  64 x 110 cm

The Pizza Painters 1. Exposition (No.9)

Lack auf Karton 1990  50 x 70 cm

The Pizza Painters 1. Exposition

Lack auf Karton 1990  50 x 70 cm

The Pizza Painters 1. Exposition (No.13)

Lack auf Karton 1990  50 x 70 cm

The Pizza Painters 1. Exposition (No.11)

Lack auf Karton 1990  50 x 70 cm

Desert Love

Lack auf Leinwand 1990  260 x 140 cm

Power House Mechanic

Lack auf Leinwand 1990  260 x 140 cm

Hate Classic

Lack auf Leinwand 1990  260 x 140 cm

INGINGING

Lack auf Leinwand 1990  260 x 140 cm

Stuhl

Lack auf Stuhl 1992

Kunst (Hommage an Kurt Schwitters), rechte Hälfte

Lack auf Dispersion auf Leinwand 1992  75 x 110 cm

röhrender Hirsch

Lack auf Leinwand 1993  70 x 60 cm

Ein Text von Paul Vanderfassad (Teil 1)

Die Graffiti des Ingo Zimmermann

„Graffiti ist keine Kunst. Graffiti ist so alltäglich geworden, dass man es schon gar nicht mehr wahrnimmt. Auch Ingo Zimmermann hat einmal als nächtlicher Sprayer angefangen. Es verbietet sich von selbst, über diese Frühwerke zu sprechen, fallen derartige Übungen doch unter den Tatbestand der vorsätzlichen Sachbeschädigung. Durch zunehmende technische Versiertheit und allmähliche Kristallisierung eines sehr eigenen, recht aufwendigen Stils wurde er aber mehr und mehr gezwungen, von Mauern und Fassaden schliesslich zur Leinwand als Sprühgrund zu wechseln.
Die hohe Kunst stellt dar, zeigt auf, ist inhalts- und aussagegeschwängert. Ingo Zimmermann dagegen holt sich allenfalls seine Motive aus der Umwelt. Auf diese Weise finden sich in seinem Werk lebende Personen, Alltagsgegenstände, oder auch Blumen und Schriften, jeglicher Aussage und allen Inhalts beraubt, zu nichts weiter als einem dekorativen Element verarbeitet und aufgrund der Vielschichtigkeit der Bilder schon wieder interessant.
Vielleicht ist es das: man kann diese Bilder betrachten und denken: "Was soll das?". Beim zweiten Blick erkennt man ein Motiv, und hoppla, es überschneidet sich mit einem anderen, und da ist ja noch eines. Der Wechsel zwischen abstraktem Muster und schabloniertem Gegenstand bewirkt, dass man Ingo Zimmermanns Bilder auch nach Monaten täglichen Betrachtens immer noch gut findet.

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Ein Text von Paul Vanderfassad (Teil 2)

Wenn ich (als konventioneller Sprayer) auch seine Technik ablehnen muss, ja sogar behaupte, es handelt sich überhaupt nicht mehr um echtes Graffiti, so soll doch noch auf diese Technik eingegangen werden. Ingo Zimmermann sprüht mit Schablonen, zum Teil mit mehrteiligen Modularen. Auf einen Untergrund sprüht er Lage um Lage Raster, Muster, Schriften, Motive, bis ein dichtes Netz farblicher Zusammenhänge entsteht. Dazu kommt, dass er immer die selben Schablonen benutzt, allenfalls hin und wieder neue schneidet. So erklärt sich, dass auf allen seinen Bildern immer wieder alte Bekannte zu sehen sind, ganz zu schweigen vom ewigen Raster in allen Grössen, den er liebt, und der so schon zu seinem Markenzeichen geworden ist. Auch hier in Berlin gibt es noch keinen, der so sprüht wie er.
Das Ganze bezeichnet Ingo Zimmermann selbst nicht mehr als Graffiti im landläufigen Sinn, sondern als "pochoir", aus dem Französischen, was aber nichts weiter als Schablonengraffiti bedeutet. Nach Vorbildern befragt, nennt er zunächst sich selbst, daneben spielten beim Sprühen allenfalls noch Roy Lichtenstein, Andy Warhol und Kurt Schwitters eine Rolle. Andere Sprayer lehnt er als nicht nachahmenswert ab. Dabei kann man nicht umhin, die Verwandtschaft zwischen Ingo Zimmermann und vor allem den französischen "pochoiristes" als zumindest offensichtlich zu bezeichnen, auch wenn er im Gegensatz zu diesen keine Inhalte transportieren möchte, zumal er ja eine viel ausgefeiltere Technik anwendet. Da Ingo Zimmermann beinahe jede Saison seine Manier ändert, dürfen wir abwarten, wohin ihn diese Entwicklung noch führt."

Paul Vanderfassad